Einlieferung von Rom:nja in Lackenbach, 23. November 1940

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Einlieferung von Rom:nja in das Lager Lackenbach, Österreich, 23. November 1940. Das Zwangslager Lackenbach im Burgenland, eingerichtet in einem ehemals zur Schafzucht verwendeten Meierhof, existierte bis Kriegsende und war das größte Lager für Sinti:ze und Rom:nja im Deutschen Reich. Miserable Unterkünfte, Hunger, Zwangsarbeit und Gewalt prägten den Lageralltag. Die meisten der 3 200 bis 3 300 dorthin verschleppten Menschen wurden in Gettos und Vernichtungslager deportiert und überlebten nicht. Im Lager selbst starben 249 Menschen aufgrund der elenden Bedingungen. 

Die Fotografie stammt aus dem Besitz des Hobbyhistorikers und Sammlers Leopold Banny (1928–2016), der über ihre Herkunft keine weiteren Angaben machen konnte. Die Männer, Frauen und Kinder, die unter Bewachung vor dem Lagereingang aufgestellt sind, stammen vermutlich aus Orten in der näheren Umgebung Lackenbachs, da sie am Tag der Eröffnung des Lagers eingeliefert wurden. Der vorne rechts zu sehende Polizist ist namentlich nicht identifiziert.

 

Fotograf:in: unbekannt

Sammlung Herbert Brettl