24 Kriminalbeamte und eine Kriminalangestellte der „Reichzentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“ in Berlin, Deutschland, um 1942. Dieses Gruppenportrait entlang eines mit Hakenkreuzen verzierten Geländers zeigt die Verantwortlichen der zentralen Instanz der nationalsozialistischen Verfolgung von Sinti:ze und Rom:nja. Es entstand in einem Treppenhaus des im August 1939 vom Reichskriminalpolizeiamt in Betrieb genommenen Gebäudes am Werderschen Markt 5-6 in Berlin.
Auf der Rückseite befindet sich eine Beschriftung („Zur Erinnerung an den Neuaufbau der Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens / 26.5.1941 – 28.5.1942. Berlin, am 28.5.1942“), gefolgt von 23 Unterschriften.
Die Markierung einzelner Personen mit Kreuzen nahm der ehemalige Kriminalsekretär Karl Brändlein (1888–nach 1966) am 12. April 1966 im Zuge einer staatsanwaltlichen Befragung des Kammergerichts in Westberlin vor. Das Original der Fotografie gelangte 1985 nach Hamburg, von wo aus bei der Rücksendung der Ermittlungsakten lediglich ein Schwarz-Weiß-Abzug beigegeben wurde. Brändlein identifizierte Kriminalrat Heinrich Böhlhoff (xxxxx), den Leiter der Dienststelle VA2b, der die Reichszentrale angehörte, dessen Stellvertreter Kriminalrat Johannes Otto (x), sowie den Leiter der Fachabteilung, Kriminalkommissar Wilhelm Supp (xx) und dessen Stellvertreter Kriminalinspektor Josef Eichberger (xxx). Zuständigkeit und Identität des Kriminalsekretärs Dörge (xxxx) sind bislang nicht geklärt.
Weitere acht Personen, darunter der Vorgänger Böhlhoffs, Kriminalrat Dr. Richard Zaucke, im Bild vorne links zusehen, konnten im Jahr 2025 von Verena Meier und Frank Reuter identifiziert werden (Vgl. Fotogeschichte, Jg. 45, Heft 177, S. 66–73).





