Celestinius „Willy“ Steinbach (1929–1944), rechts, sein Bruder Philibert (1932–1944), Mitte, und sein Cousin Frans (links) in Brunssum, Niederlande, 1935. Celestinus Steinbach war eines von zehn Kindern des Ehepaares Heinrich und Emilia Steinbach. 1943 wurde die Familie zwangsweise in einem Lager in Eindhoven, Niederlande, festgesetzt. Zusammen mit seiner Mutter und acht Geschwistern wurde er am 16. Mai 1944 über das Durchgangslager Westerbork in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Niemand überlebte, auch seine Schwester Anna Maria „Settela“ Steinbach (1934–1944) nicht, von der eine kurze Filmsequenz vom Abtransport im Deportationszug überliefert ist. Celestinus Steinbach wurde am 2. August 1944 nach Buchenwald transportiert, jedoch am 25. September wieder nach Auschwitz-Birkenau überstellt und dort ermordet.
Die Abbildung stammt aus einer Sammlung von rund 3 600 Glasnegativen, die im Limburgs Museum in Venlo, Niederlande, überliefert sind. Sie stammen meist von dem Fotografen Jan de Jong. Den Umschlag für dieses Motiv beschriftete er mit den Worten: „J6578, 30. März 1934, Brunssum. Der kleine Geiger.“ Recherchen ergaben, dass die Aufnahme 1935 erfolgt sein muss. Erst im Jahr 2014 identifizierte der Belgier Rob Hendrikx den Jungen mit der Violine als Celestinus Steinbach. Das Limburgs Museum besitzt drei weitere Glasnegatvie aus dem Jahr 1935, die Mitglieder der Familie Steinbach zeigen.





