Familie Blum um 1932-1933

Logo
Suche

Familie Blum in Thüringen, Deutschland, circa 1932/33. Abgebildet sind die Eltern Antonie geb. Richter (1893–1968, links) und Aloysius Blum (1891–1982, rechts) mit neun ihrer zehn Kinder. Vorne stehend Willy Blum (1928–1944), dessen jüngster Bruder Rudolf 1934 zur Welt kam. Die Familie betrieb ein Marionettentheater und ließ sich 1938 in Hoyerswerda nieder, das sie aufgrund der Festsetzung ab Oktober 1939 nicht mehr verlassen durfte.

Aloysius Blum wurde 1942 verhaftet, nachdem die Familie eine Flucht aus Deutschland versucht hatte, und in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wie ab März 1943 auch die übrigen Angehörigen der Familie. Dort waren mindestens vier der Geschwister medizinischen Experimenten ausgesetzt. Die Mädchen und Frauen sowie die älteren Söhne wurden im August 1944 in das Konzentrationslager Ravensbrück überstellt, während Aloysius Blum mit seinen Söhnen Willy und Rudolf nach Buchenwald gelangte. Die beiden 16- und 10-jährigen Jungen wurden am 26. September 1944 wieder nach Auschwitz-Birkenau zurückgeschickt und dort ermordet.

Die Fotografie stammt aus dem Privatbesitz der Thüringer Marionettenspieler-Familie Elsner. Ein Nachkomme übergab sie der Autorin Annette Leo, die 2018 ein Buch über die Familie Blum veröffentlicht hatte.

Fotograf:in: unbekannt

Sammlung Annette Leo