Tobias Portschy

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Tobias Portschy
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1938
11. – 12. März 1938Nach dem Rücktritt des Bundeskanzlers Kurt Schuschnigg besetzen in manchen Orten in Österreich Nationalsozialisten staatliche Positionen. Am 12. März marschiert die Wehrmacht ein, womit der „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich offiziell eingeleitet wird.
17. März 1938Ein Erlass des burgenländischen Landeshauptmannes Dr. Tobias Portschy entzieht Rom:nja das Stimmrecht bei der am 10. April 1938 stattfindenden Volksabstimmung in Österreich.
12. Mai 1938Österreichische Roma aus dem Burgenland verfassen einen Protestbrief an die Reichsregierung, in dem sie sich über die Einschränkung ihrer Rechte beschweren. Keiner der Unterzeichner überlebt die NS-Zeit. Franz Horvath stirbt am 22. Oktober 1939 an den Folgen der Misshandlungen, die er im Konzentrationslager Dachau, Deutschland, erlitten hat.
Juli 1938Der burgenländische Gauleiter und Landeshauptmann Dr. Tobias Portschy, Österreich, präsentiert sein „burgenländisches Zwangsarbeitsmodell“, das die Zwangsarbeit für alle „arbeitsfähigen“ Roma einführt.
August 1938Der burgenländische Gauleiter und Landeshauptmann Dr. Tobias Portschy, Österreich, veröffentlicht eine rassistische „Denkschrift“, mit der er radikale Verfolgungsmaßnahmen gegen Rom:nja fordert.
September 1938Auf Weisung des burgenländischen Landeshauptmannes Dr. Tobias Portschy, Österreich, teilen die Bezirksschulinspektoren den Schulleitungen mit, dass ab dem Schuljahr 1938/39 romani Kinder nicht mehr eingeschult werden dürfen.
1939
28. Juni 1939Mindestens 554 Roma aus dem Burgenland in Österreich werden im Konzentrationslager Dachau, Deutschland, inhaftiert.
29. Juni 1939Ein Transport mit 440 Romnja aus Niederösterreich und dem Burgenland erreicht das Konzentrationslager Ravensbrück, Deutschland. Unter den Häftlingen befinden sich auch Jugendliche ab 14 Jahren.
1949
28. März 1949In Österreich wird der ehemalige stellvertretende Gauleiter der Steiermark Dr. Tobias Portschy von einem Volksgericht als Kriegsverbrecher zu 15 Jahren schwerem Kerker verurteilt. 1951 wird er bedingt begnadigt und aus der Haft entlassen.