Montenegro

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  • Version 1.0
  • Publikationsdatum 6. März 2026

Der erste montenegrinische Staat wurde im 10. Jahrhundert als Fürstentum unter dem Namen Duklja [Lateinisch: Dioclea] gegründet und war ab dem 11. Jahrhundert als Fürstentum Zeta bekannt. Der Name Montenegro [Montenegrinisch: Crna Gora] ist seit dem 14. Jahrhundert in Gebrauch. In den folgenden Jahrhunderten gehörte Montenegro, mit Ausnahme einer Phase der Unabhängigkeit zwischen 1878 und 1918, zum Herrschaftsbereich unterschiedlicher Staaten (Serbien, Republik Venedig, Osmanisches Reich, Jugoslawien), entweder als Teil ihrer Territorien oder unter ihrer Kontrolle stehend. Seit 2006 ist Montenegro ein unabhängiger Staat. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Montenegro zunächst von Italien und dann von Deutschland besetzt. Viele Rom:nja kämpften als Partisan:innen gegen die Besatzung, und eine unbekannte Anzahl von ihnen verlor dabei ihr Leben.

Rom:nja auf dem Gebiet des heutigen Montenegro

Die erste Erwähnung von Rom:nja auf montenegrinischem Gebiet stammt aus dem 16. Jahrhundert. Wahrscheinlich ist, dass erste Gruppen bereits in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts während der Herrschaft der Adelsfamilie Balšić in der Region Zeta (Montenegro) präsent waren. Laut einer montenegrinischen Volkssage gilt ein Rom namens Kurto, der gegen die Osmanen aufbegehrte und nach Montenegro floh, um dort Zuflucht zu suchen, als Stammvater der romani Gruppe der Kovači. Ottomanischen Dokumenten zufolge lebten Rom:nja zu dieser Zeit überwiegend mobil, lediglich einige ließen sich in Herceg Novi nieder. Im 16. Jahrhundert handelten Piraten in der Hafenstadt Ulcinj mit romani Sklaven. In anderen Teilen Montenegros standen die Rom:nja jedoch unter dem Schutz montenegrinischer Adelsfamilien.

Ihr niedriger sozialer Status innerhalb der montenegrinischen Gesellschaft zeigte sich z.B. darin, dass sie nicht wehrpflichtig waren, dass ihnen Handel und Handwerk untersagt waren, sie von offiziellen Ämtern ausgeschlossen waren und ihnen die Bestattung auf städtischen Friedhöfen verboten war. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts lebten Rom:nja auch in den bergigen Regionen im Norden Montenegros, wo sie unter osmanischer Herrschaft als Schmiede, Trompeter und Trommler arbeiteten.

Mitte des 19. Jahrhunderts hob Prinz Danilo I. Petrović Njegoš (1826–1860) im Rahmen seiner Reformen einige der sozialen Beschränkungen für Rom:nja auf. Die montenegrinische romani Bevölkerung war zu dieser Zeit bereits relativ assimiliert und wurde nicht separat registriert, aber ihre Zahl wurde auf etwa 500 geschätzt. Die wirtschaftliche Entwicklung des unabhängigen Montenegro führte zu einer neuen Einwanderungswelle von Rom:nja aus Serbien und Bosnien und Herzegowina. Diese Rom:nja bestritten ihren Lebensunterhalt mit dem Schmiedehandwerk, was zu dieser Zeit kein angesehener Beruf war. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten die montenegrinischen Behörden, die Einreise nomadischer romani Gruppen gesetzlich zu verbieten und diejenigen Rom:nja auszuweisen, die keine montenegrinische Staatsbürgerschaft besaßen.1Bogišić, „Die slavisirten Zigeuner“, 402–405; Lutovac, Romi u Crnoj Gori, 14–101; Stevenson, A History of Montenegro, 75–76; Vuković-Ćalasan und Đoković, „Roma in the History“, 845–854.

Zwischenkriegszeit (1918–1941)

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Montenegro in das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 Königreich Jugoslawien) integriert. Sein Territorium umfasste den größten Teil des Verwaltungsgebiets Banschaft Zeta (benannt nach dem Fluss Zeta) und schloss auch kleinere Gebiete des heutigen Bosnien und Herzegowina, Kroatiens, Serbiens und des Kosovo ein. Im neuen Staat erhielten Rom:nja das Wahlrecht und wurden in die jugoslawische Armee eingezogen. Bisher wurden keine Aufzeichnungen über soziale oder politische Organisationen von montenegrinischen Rom:nja gefunden, wie sie beispielsweise in Serbien in dieser Zeit gegründet wurden.

Historische Quellen lassen drei große Gruppen von Rom:nja erkennen, die in der Zwischenkriegszeit in diesem Gebiet lebten: Kovači, Čergari (in anderen Regionen auch als Cerhari bekannt) und die „Muslimischen Roma” (hierbei handelt es sich nicht um eine Selbstbezeichnung der Community, sondern um eine Fremdbezeichnung). Die Kovači ließen sich früh dauerhaft nieder – ihre Präsenz während der osmanischen Herrschaft ist in osmanischen Quellen dokumentiert. Heute bezeichnen sie sich überwiegend als muslimische Montenegriner:innen. Čergari wurden manchmal als Gabelji bezeichnet oder mit den Gurbeti gleichgesetzt, obwohl sie sich deutlich von diesen unterscheiden. Heute bezeichnen sich einige von ihnen als Arlija.2Dies ist ungewöhnlich, da die Arlii Balkan Rom:nja sind und keine Vlach-Einflüsse aufweisen. Diese Selbstbezeichnung könnte also auf die Herkunft des Namens Arli zurückzuführen sein (vom türkischen yerli, was „Einheimischer“ bedeutet). Sie ließen sich nach den Balkankriegen von 1912–1913 auf montenegrinischem Gebiet nieder und identifizieren sich heute als Muslim:innen oder Montenegriner:innen. „Muslimische Roma“ (in der Vergangenheit auch „Madžupi” oder „Jeđupi” genannt – beides abwertende albanische Begriffe für Zigeuner) aus dem Albanischen wanderten in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen aus dem Kosovo und Nordmazedonien ein. Auch ausländische romani Gruppen waren in diesem Gebiet vertreten, beispielsweise Rom:nja aus Russland, die nach der Russischen Revolution und dem Bürgerkrieg als Teil einer Flüchtlingsgruppe unter der Führung des ehemaligen Generals der „Weißen Armee” in Südrussland, Baron Pёtr Nikolaevich Vrangel’ [Deutsch: Freiherr Peter von Wrangel] (1878–1928), nach Jugoslawien kamen.

Es ist schwierig, die genaue Zahl der Rom:nja in Montenegro in dieser Zeit zu bestimmen, vor allem weil sich einige von ihnen nicht als solche deklarierten. Die Volkszählung von 1931 ergab insgesamt 6 537 Rom:nja im Gebiet der Banschaft Zeta, was etwa neun Prozent der Gesamtzahl der Rom:nja im Königreich Jugoslawien entsprach. Die meisten Rom:nja lebten in den östlichen Teilen (auf dem Gebiet des heutigen Kosovo). Die wenigsten Rom:nja lebten in den westlichen und südlichen Bezirken der Banschaft Zeta, die in etwa das heutige Gebiet Montenegros ausmachen. Fast alle Rom:nja der Banschaft Zeta waren Muslim:innen (6 475 oder 99 %), und nur eine Minderheit von ihnen war orthodox (62 oder 1 %).3Publikationsstelle Wien, Die Gliederung, 10, 20, 379–411; Vojak, U predvečerje rata, 66–92.

Montenegro unter italienischer und deutscher Besatzung

Im April 1941 erreichte der Zweite Weltkrieg den Balkan. Die von Deutschland angeführten Achsenmächte zwangen die Streitkräfte des Königreichs Jugoslawien innerhalb kürzester Zeit zur Kapitulation. Italienische Streitkräfte besetzten Montenegro, das daraufhin zu einem italienischen Protektorat wurde, während ein kleiner Teil des Territoriums von dem italienisch dominierten Albanien annektiert wurde. Unter italienischer Herrschaft wurde am 12. Juli 1941 der Marionettenstaat „Königreich Montenegro” ausgerufen, was einen Aufstand der Partisan:innen (angeführt von der Kommunistischen Partei Jugoslawiens) und der Četniks provozierte. Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 befreiten Partisaneneinheiten das Gebiet zwischen den Flüssen Lim und Zeta. In der Folge gelang es der deutschen Wehrmacht jedoch, die Kontrolle über das montenegrinische Gebiet zurückzugewinnen. Im Dezember 1944 wurde Montenegro von Partisaneneinheiten vollständig befreit und nach dem Krieg als eine der sozialistischen Republiken Teil Jugoslawiens.

Die Geschichtsschreibung hat bislang keine systematische Verfolgung der montenegrinischen Rom:nja durch die Besatzungsbehörden während des Zweiten Weltkriegs festgestellt. In offiziellen Listen und Schätzungen der Opfer des Zweiten Weltkriegs in Montenegro werden Rom:nja überhaupt nicht erwähnt.4Muzej žrtava genocida. „Stradali Jugoslavije“. Es ist jedoch davon auszugehen, dass viele Rom:nja im Rahmen italienischer und deutscher Antipartisanenoperationen und Vergeltungsmaßnahmen ermordet wurden, die sich gegen die Zivilbevölkerung in den Gebieten der Partisanenaktivitäten richteten. In diesem Zusammenhang durchliefen mehrere männliche Roma italienische Gefängnisse und Konzentrationslager (campi di concentramento) beispielsweise in Nikšić und Sutorman (in der Nähe der Stadt Bar). Aus Interviewaussagen von Überlebenden geht hervor, dass verschiedene Militäreinheiten (italienische, deutsche, Četnik-, Ballista- und Ustaša-Einheiten) in Montenegro einzelne Verbrechen gegen Rom:nja begangen haben, darunter Plünderungen, Vergewaltigungen, Folter und Mord,5Polansky, One Blood, Band III, 397–466. aber die Ermittlung des gesamten Ausmaßes der Verbrechen an montenegrinischen Rom:nja ist noch immer ein Desiderat der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Widerstand

Teile der romani Bevölkerung, insbesondere die Čergari (Gabelji), flohen vor den Besatzern in Wälder und abgelegene Berggebiete, wo sie sich versteckten oder Partisaneneinheiten anschlossen.6Lutovac, Romi u Crnoj Gori, 91–92; Vojak, „Roma Resistance“, 53–57. Andere flohen in Nachbarländer wie Albanien.

Viele montenegrinische Rom:nja beteiligten sich aktiv an der antifaschistischen Partisanenbewegung und trugen damit zur Befreiung ihres besetzten Heimatlandes bei. So ist dokumentiert, dass Roma in der Partisaneneinheit Lovćen [Lovćenski partizanski odred] und der Sechsten Montenegrinischen Sturmbrigade [Šesta crnogorska udarna brigada] dienten. Einige von ihnen wurden in Partisaneneinheiten benachbarter Staaten aufgenommen, wie beispielsweise in die Sechste Ostbosnische Sturmbrigade [Šesta Istočnobosanska udarna brigada]. Montenegrinische romani Partisanen waren in verschiedenen Funktionen tätig. Neben den bewaffneten Kämpfern gab es unter ihnen auch militärische Späher, Bot:innen, Militärorchestermusiker und zivile Informant:innen.

Über individuelle romani Partisan:innen aus Montenegro ist noch immer wenig bekannt. In den meisten Fällen fehlen in historischen Darstellungen grundlegende biografische Angaben zu Geburstjahr und -ort, ganz zu schweigen von den Lebensgeschichten der Protagonist:innen. Manchmal ist nicht einmal ihr vollständiger Name bekannt. Um diese Lücken zu schließen, sind weitere Forschungen notwendig.

Der bekannteste unter ihnen ist der montenegrinische Rom und Partisan Muharem Asović (1912–1943), der aus einer Schmiedefamilie in Nikšić stammte und nach dem Krieg posthum zum „Volkshelden“ [narodni heroj] Jugoslawiens erklärt wurde. Ein weiteres prominentes Mitglied dieser Familie ist Omer Asović (unbekannt–1982), der zusammen mit seinen Brüdern und Söhnen in ein italienisches Lager deportiert wurde. Er überlebte den Krieg und machte sich später als Politiker einen Namen.

Der romani Partisan Mahmut Salkanović wurde in einem italienischen Lager in Nikšić interniert. Im Frühjahr 1943 gelang ihm die Flucht aus dem Lager mithilfe einer improvisierten Schere, mit der er den Drahtzaun durchschneiden konnte. Mit ihm konnten 26 weitere montenegrinische Häftlinge aus dem Lager entkommen.

Zu den überlebenden romani Partisanen, von denen einige nach dem Krieg Orden erhielten, gehören S. Ramović aus Konik, Delija Ahmetović aus Nikšić, A. Salkanović (Vorkriegsmitglied der Kommunistischen Partei Jugoslawiens), Alil Rizvanović aus Berane, Ibar und Ćamil Adžemović aus der Gegend von Rubeža (heute Teil von Nikšić), Ramiz Bajrović aus Rožaje (kriegsversehrter Veteran) und Mitglieder der Familie Selimović aus Bijelo Polje. Der Rom Bekija Adžović aus Kotor hatte den Rang eines Majors in der Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee inne; nach dem Krieg wurde er für seine Verdienste ausgezeichnet und diente als Offizier in der Jugoslawischen Armee.

Neben Muharem Asović bezahlten weitere Rom:nja ihren Einsatz in der Partisanenbewegung mit ihrem Leben. Zu den ersten gehörte Šaćir Sejdović, der 1941 bei einem Partisanenangriff auf einen feindlichen Militärkonvoi in der Nähe des Dorfes Lopate in der Gemeinde Podgorica getötet wurde. Am 1. Dezember desselben Jahres starben die Brüder Ibro und Ćamil Muratović im Kampf um die Stadt Pljevlja. Zwei Roma, die nur unter ihren Partisanennamen Mujko und Zajko bekannt sind, starben ebenfalls bei Militäraktionen. Der Blechschmied Šabo Selimović, der als ziviler Informant und Bote für die Partisanen tätig war, wurde in Donja Ržanica verhaftet und im Sommer 1943 auf einem Hügel außerhalb von Berane hingerichtet. Im Februar 1944 starben die Partisanen und Brüder Uko und Salko Sejdović in Zagarač bei Danilovgrad als Soldaten der Partisanenbrigade Primorska.7Lutovac, Romi u Crnoj Gori, 197–201; Sejdović, „Roma als Partisanen“, 10–11; Vukobratović, „Asović“, 17.

Nachkriegsentwicklung und Erinnerungskultur

Während der ersten Volkszählung auf dem Gebiet Montenegros nach dem Krieg im Jahr 1948 wurden nur 162 Rom:nja registriert. Der Zuzug von Rom:nja aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien und dem Kosovo führte jedoch in den folgenden Jahrzehnten zu einem deutlichen Anstieg der romani Bevölkerung in Montenegro.

Die jugoslawische Regierung errichtete auf montenegrinischem Gebiet Denkmäler für verdienstvolle romani Partisanen, jedoch in den meisten Fällen ohne Angabe ihrer ethnischen Identität als Roma. Dies gilt sogar für den prominentesten aller montenegrinischen romani Partisanen, den Volkshelden Muharem Asović, dem sowohl in seiner Heimatstadt Nikšić als auch an seinem Sterbeort im Dorf Dragovoljići mit einem Denkmal gedacht wird.

Ein Denkmal für den Partisanen Mahmut Salkanović, das in der Nähe der Eisenhütte „Boris Kidrič” in Nikšić errichtet wurde, gilt als das erste gekennzeichnete Grab von Rom:nja in Montenegro. Darüber hinaus erinnert ein kleines Denkmal im Dorf Lopate an den Partisanen Šaćir Sejdović, der 1941 in der Nähe getötet wurde. Šabov Brijeg (Šabos Hügel) in der Nähe von Berane ist angeblich nach dem Partisanenkurier Šabo Selimović benannt, der dort hingerichtet wurde. Die Vereinigung der Veteranen des nationalen Befreiungskrieges (SUBNOR) initiierte Gedenktafeln für die oben genannten romani Partisanen Mujko und Zajko entlang der Straße zwischen Danilovgrad und Nikšić sowie für die Brüder Uko und Salko Sejdović in Zagarač.8Lutovac, Romi u Crnoj Gori, 197–201; Sejdović, „Roma als Partisanen“, 10–11; Vojak, „Roma Resistance“, 53–55 und 58.

Staatliche montenegrinische Institutionen erinnern nicht offiziell an die Geschichte der Rom:nja im Zweiten Weltkrieg, aber seit 2020 nehmen Vertreter von romani Organisationen an jährlichen Gedenkfeiern wie dem Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma am 2. August teil. Seit 2021 ist die Geschichte der Rom:nja Teil des staatlichen Bildungscurriculums.9Damjanović, „Crna Gora odala počast“.

Einzelnachweise

  • 1
    Bogišić, „Die slavisirten Zigeuner“, 402–405; Lutovac, Romi u Crnoj Gori, 14–101; Stevenson, A History of Montenegro, 75–76; Vuković-Ćalasan und Đoković, „Roma in the History“, 845–854.
  • 2
    Dies ist ungewöhnlich, da die Arlii Balkan Rom:nja sind und keine Vlach-Einflüsse aufweisen. Diese Selbstbezeichnung könnte also auf die Herkunft des Namens Arli zurückzuführen sein (vom türkischen yerli, was „Einheimischer“ bedeutet).
  • 3
    Publikationsstelle Wien, Die Gliederung, 10, 20, 379–411; Vojak, U predvečerje rata, 66–92.
  • 4
    Muzej žrtava genocida. „Stradali Jugoslavije“.
  • 5
    Polansky, One Blood, Band III, 397–466.
  • 6
    Lutovac, Romi u Crnoj Gori, 91–92; Vojak, „Roma Resistance“, 53–57.
  • 7
    Lutovac, Romi u Crnoj Gori, 197–201; Sejdović, „Roma als Partisanen“, 10–11; Vukobratović, „Asović“, 17.
  • 8
    Lutovac, Romi u Crnoj Gori, 197–201; Sejdović, „Roma als Partisanen“, 10–11; Vojak, „Roma Resistance“, 53–55 und 58.
  • 9
    Damjanović, „Crna Gora odala počast“.

Zitierweise

Danijel Vojak: Montenegro, in: Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa. Hg. von Karola Fings, Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg, Heidelberg 6. März 2026.-

1941
1. Dezember 1941Die Brüder Ibro und Ćamil Muratović, Roma und Mitglieder der montenegrinischen Partisanen, sterben während der Kämpfe um die Stadt Pljevlja im italienisch besetzten Montenegro.
1944
Februar 1944

Die beiden romani Brüder Uko und Salko Sejdović, beide Kämpfer der Partisanen-Küstenbrigade [Primorska brigada], sterben bei einem Gefecht in Zagarač bei Danilovgrad, deutsch besetztes Montenegro.